Bauverein runderneuert Südstadt-Haus

Der Komplex Kolpingstraße 100 wurde für 2,5 Millionen Euro modernisiert und barrierefrei umgebaut. Südstadt. Die Balkone sind nagelneu, der Anstrich ebenfalls – sein Alter ist dem fünfgeschossigen Mehrfamilienhaus am Eingang der Südstadt nicht anzusehen. Für rund 2,5 Millionen Euro hat der Bauverein Grevenbroich den 1963 errichteten Komplex an der Kolpingstraße 100 kernsaniert und dafür rund […]



Der Komplex Kolpingstraße 100 wurde für 2,5 Millionen Euro modernisiert und barrierefrei umgebaut.

Südstadt. Die Balkone sind nagelneu, der Anstrich ebenfalls – sein Alter ist dem fünfgeschossigen Mehrfamilienhaus am Eingang der Südstadt nicht anzusehen. Für rund 2,5 Millionen Euro hat der Bauverein Grevenbroich den 1963 errichteten Komplex an der Kolpingstraße 100 kernsaniert und dafür rund 2,5 Millionen Euro investiert – einschließlich Zuschüssen aus einem Landesprogramm.Eine Besonderheit: Die Wohnungen, die bereits aus der Sozialbindung herausgefallen waren, sind nun erneut öffentlich gefördert. Der Bauverein hat damit neue Sozialwohnungen geschaffen. Die letzten Bauarbeiten laufen, ein Teil der Mieter ist bereits eingezogen. Ursprünglich hatte das nahegelegene Unternehmen VAW das Mehrfamilienhaus für Mitarbeiter errichtet, in den 90er Jahren übernahm der Bauverein das Gebäude mit 15 Wohnungen. Heutigen Ansprüchen entsprach das Haus vor dem Umbau nicht mehr. „Die Dämmung war schlecht, die Anlagentechnik überaltert“, schildert Jürgen Maydeck, Techniker bei der Genossenschaft, den Handlungsbedarf.

Der Bauverein entschied sich für eine große Lösung, einen umfassenden Umbau. Für die damaligen Mieter wurden andere Wohnungen gefunden. Außer den Mauern blieb bei der Sanierung nicht viel übrig.„Es ist uns gelungen, das fünfgeschossige Gebäude barrierefrei umzubauen“, sagt Vorstand Sven Möller.

Zwei größere Maßnahmen, die von außen zu erkennen sind: Vor die Fassade wurde ein Aufzug gebaut. Die Flächen der bisherigen kleinen Balkone wurden in die 65 bis 87 Quadratmeter großen Wohnungen integriert, neue, größere Balkone wurden am Haus angebaut. „Alle Wohnräume sind für Telefon, Multimedia undWLAN ausgestattet“, sagt Jürgen Maydeck beim Rundgang. Die Bäder verfügen über ebenerdige Duschen. Für die Warmwasserversorgung sorgt eine Sonnenkollektoranlage auf dem Dach, vor dem Haus wurde eine öffentlich zugängliche Ladestation für Elektro-Autos geschaffen.„Die Station ist ein Pilotprojekt, wir prüfen nun auch andere Standorte“, erklärt Sven Möller. Direkt neben dem runderneuerten Haus Kolpingstraße 100 hatte der Bauverein auf einem früheren Parkplatz-Areal einen Neubau mit 19 Wohnungen errichtet. „Das ist ein gutes Beispiel für Nachverdichtung“, sagt der Vorstand.

Der Bauverein Grevenbroich prüft nun weitere Gebäude seines Altbestandes „auf Optimierungsfähigkeit bei Dämmung und Anlagentechnik, um sie für die Herausforderungen der Kohlendioxid-Reduzierung zu optimieren“, erläutert Sven Möller.
Zwar hat die Genossenschaft in den vergangenen Jahren viel neu gebaut – an der Richard-Wagner-Straße entsteht zurzeit ein weiteres Mehrfamilienhaus –, doch die Hälfte der rund 1600 Bauverein-Wohnungen „ist vor 1990 errichtet worden“. Seit dem Jahr 2006 sind bereits, wie Jürgen Maydeck ergänzt, circa 500 Wohnungen des Bauvereins saniert worden. Ein aktuell anstehendes Erneuerungsprojekt ist das Quartier Berliner Straße/Noithausener Straße in Orken. Dort werden in diesem Jahr Gebäude mit 18 Wohnungen mit einer neuen Heizungsanlage und mit neuen Bädern ausgestattet. „Das Dach wurde bereits gedämmt“, berichtet Möller. Das Erneuerungsvorhaben soll nur der Anfang dort sein.„Insgesamt wollen wir in dem Quartier 72 Wohnungen modernisieren“, kündigt der Vorstand der Genossenschaft an. Die Mieter könnten beim Umbau in ihren Wohnungen bleiben.

Von Carsten Sommerfeld

Quelle: NGZ

Bauverein-GV.de verwendet Cookies. Mit der Nutzung dieser Website sind Sie mit der Speicherung von Cookies einverstanden und akzeptieren unsere Datenschutzerklärung.

OK